Wie meine Tage wirklich aussahen:
Das Abendessen war das reinste Chaos. Hundertmal auf und ab. Die Forderungen. Das wählerische Essen. Das "Ich esse es jetzt" und dann zwei Sekunden später "Ich mag es nicht mehr." Separate Mahlzeiten kochen, nur um einen Wutanfall zu vermeiden. Die Art, wie ich das Essen schnitt, war ein Auslöser. Der Teller war falsch. Lebensmittel berührten sich.
Ich hörte auf, die Kinder in Restaurants mitzunehmen. Ich wollte nicht diese Art von Elternteil sein.
Als Familie irgendwo hingehen? 20 % der Zeit sahen sie glücklich aus. Die anderen 80 %? Auf Eierschalen gehen. Um ihre Stimmung herumschleichen. Eine Sekunde ist es in Ordnung, die nächste nicht. Sonne in den Augen. Sand an den Händen. Ein bellender Hund. Wind im Gesicht.
Man kommt einfach nicht mehr hinterher.
Und morgens? Gott, ich hasste die Morgen. Jeder einzelne Tag war ein Kampf. Gezanke. Streit. Sie aufwecken, anziehen, Zähne putzen, Medikamente nehmen – was allein 20 Minuten dauerte, weil sie sich weigerte, sie zu nehmen. Um 7 Uhr morgens war ich schon in Tränen aufgelöst.